Wir alle sind Liebende, Ergebene einer höheren Kraft, tausende von Liebenden, aber der Geliebte ist einer für alle. Er, nach dem wir uns sehnen, ist der Geliebte der ganzen Welt. Es gibt nicht einen speziellen Gott nur für Muslime, nur für Hindus, nur für Christen, Er ist der eine Gott für alle.

Sant Kirpal Singh


Der Meister gleicht einem wunscherfüllenden Baum. Was auch sein mag, stets erfüllt Er die Wünsche der Suchenden. Reiche und Arme, Hoch- und Niedriggestellte, jeder kommt zu Ihm um etwas zu erhalten. Die größte Freude aber ist es Ihm, die Seelen aus der Umklammerung des Körpers und Gemüts zu befreien. Ungeachtet der Glaubensgemeinschaft, aus der Er kommt, kümmert Er sich um die spirituellen Bedürfnisse aller.

Er begründet keine neuen "Ismen", noch brandmarkt Er die bestehenden. Er kommt nicht, das Gesetz aufzulösen, sondern um es zu erfüllen. Tatsächlich erhalten alle (spirituellen) "Ismen" von Ihm Kraft und das Gefühl der Zusammengehörigkeit.

In Seiner unvergleichlich liebevollen Weise begegnet Er jedem auf dem Weg des geringsten Widerstandes. Er greift weder in persönliche Glaubensansichten und -bekenntnisse ein, noch mischt Er sich in die soziale Ordnung der Dinge ein. Er spricht nur über die Seele, ihre eigentliche Natur, ihren Sitz im Körper, über die verschiedenen Wege ihres Wirkens, ihre verborgenen Fähigkeiten; und er erklärt, wie sie sich im Zusammenhang mit Körper und Gemüt und in Bezug auf Gott entfalten kann und wie sie befreit und zur inneren Ausgeglichenheit gebracht und Gott zugewandt werden kann.

Sein Aufruf richtet sich an die Seele und Seine Worte dringen in ihre innersten Tiefen. Er zahlt mit barer Münze und vertröstet die Menschen nicht auf ihr Lebensende oder das Jenseits. Er lehrt: Glaube nicht den Worten einer Meisterseele, bis du das, wovon Er spricht, mit eigenen Augen gesehen hast.
Um des Experiments willen müssen wir zunächst die Worte eines Meisters annehmen. Aber wenn sich das, was er sagt, bei der tatsächlichen Ausführung des Experiments bewahrheitet, wird die Hypothese zur Gewissheit.

Wenn man einmal das Licht der Sonne gesehen hat, kann man ihre Existenz nicht leugnen, selbst wenn alle Blinden der Welt sich vereinen würden, um ihr Dasein zu bestreiten. Solange man noch nicht die innere Schau erlangt hat, wird die Erkenntnis der Wirklichkeit nicht aufdämmen, und die Jivas oder verkörperten Seelen werden weiterhin in tiefster Dunkelheit und einer Unwissenheit höchsten und größten Ausmaßes umherirren.

Immer wenn ein Meister der Wahrheit in die Welt kommt, scharen sich die die spirituell gesehen, hungrig und durstig sind, um ihn und stillen ihren Hunger und Durst mit dem Manna und Elixier des Lebens, das er den Suchern großzügig gibt. Allmählich entwickelt sich ihre Liebe zu beständiger Hingabe und macht sie mehr und mehr für die erlösende Gnade des Meisters geeignet, was dem Jiva hilft schnell heimzukehren.