Von Sant Kirpal Singh, aus Seinem Buch "Light of Kirpal"

Wenn ihr zu jemandem Liebe entwickeln wollt, dann denkt beständig und lie­bevoll an Ihn, denn dadurch entsteht eine Bindung des Gemüts und der nach außen gehenden Sinne. Wenn ihr in der Umgebung von Heiligen süßen Duft empfangt, so ist das wie mit einem Parfümverkäufer; schon beim Betreten seines Geschäftes genießt ihr das Parfüm, allein durch die Ausstrahlung, und wenn er euch dann noch ein Fläschchen des Parfüms gibt – was wollt ihr mehr? Auf dieselbe Weise entwickeln die Heiligen jene Liebe in euch. Euer Blickwinkel wird sich völlig ändern und je mehr ihr mit dem Licht und Tonprinzip im Inneren in Verbindung kommt, um so mehr werdet ihr erhalten.

Die grundsätzlichen Schritte sind, nach dem zu leben, was der Meister sagt, und Seine Anweisungen zu befolgen. Je mehr ihr mit der Gotteskraft in euch in Verbindung kommt, desto mehr werdet ihr mit allen Tugenden erfüllt werden. Alle Tugenden werden zu euch kommen, und die Laster werden euch verlassen. Ihr werdet zur Wohnstatt aller Tugenden werden. Dafür sind jedoch Aufrichtig­keit und Hingabe notwendig. Wenn wir diese Dinge beachten, dann werden sie sie sich im Lauf der Zeit entwickeln, nicht an einem Tag. Wenn ihr Tag für Tag damit fortfahrt, so wird sich nach einiger Zeit eine Verständigung von Herz zu Herz er­geben.

Liebe kennt Dienen und Opfer. Liebe will nichts neh­men oder fordern, sie will immer nur geben und sich für andere aufopfern. Dient und bringt Opfer für ande­re, nur aus Liebe. Gott ist Liebe, und Liebe ist Gott.

Deshalb haben alle Heiligen großen Nachdruck auf die Wahrheit gelegt. Guru Gobind Singh verkündete: "Hört alle, ich sage euch die Wahrheit. Jene, die lie­ben, können Gott erkennen." Nur wer liebt, kann Gott erkennen. Dabei macht es keinen Unterschied, welcher Religionsgemeinschaft jemand angehört. Ihr seid zuerst ein Mensch, und dies sind lediglich soziale Gruppierungen, deren Abzei­chen wir tragen.

In der Bibel sagte Christus: "Liebe deinen Gott mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit all deiner Kraft." Das zweite Gebot lautet: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst." Wenn wir Gott, der in jedem Herzen wohnt, lieben und jemand anderen hassen, dann sind wir Lügner, seht ihr? Daher haben alle Meister die Liebe hervorgehoben. Sie legten viel Wert auf die Liebe. Sie sa­gen: "Ohne Liebe seid ihr nirgendwo, weder in dieser Welt, noch in der ande­ren."

Liebe beginnt im Körper, geht aber in der Seele auf. Jene Liebe, die im Körper entsteht und in ihm verbleibt, wird als Lust bezeichnet. Die erste wird Liebe (Nächstenliebe) genannt, die andere wird als Lust bezeichnet. Das ist der Unter­schied zwischen den beiden. Ihr seid Liebe und wenn ihr an etwas gebunden seid, spürt ihr keine Zweiheit mehr. Wenn ihr Liebe für Meister habt, dann wer­det ihr eines Tages erfahren: "Nicht ich bin es, sondern Christus lebt in mir." Das bedeutet, ein Gurmukh, ein Sprachrohr Gottes zu werden.

Wenn ihr nur eine Unze Liebe bei all euren Angelegenheiten einsetzt, auch bei den weltlichen Dingen, so werdet ihr Glück erfahren. All diese Streitigkeiten geschehen aus Mangel an Liebe. Die wichtigste Sache ist: Liebe kennt Geben, Dienen und Opfer. Wenn wir das lernen, dann kommt alles andere von selbst hinzu.

In den Hinduschriften gibt es ein Gleichnis: Darin heißt es, dass einst Lord Vishnu alle Engel, Götter und Menschen zu einem Fest einlud. Lord Vishnu stand auf und sagte: "Seht her, dies ist alles für euch. Esst nach Herzenslust, aber es gibt eine Bedingung: ihr dürft eure Arme nicht abbiegen, um die Speisen zum Mund zu führen." Die weltlich gesinnten Menschen sagten: "Wie können wir Es­sen zu unserem Mund bringen, ohne unsere Arme zu beugen?" Sie wurden wü­tend und verließen den Schauplatz. Die anderen Götter, die dort waren sagten: "Lord Vishnu hat es angeordnet, also muss ein geheimer Sinn dahinter stecken." Sie dachten ernsthaft darüber nach und meinten: "Ja, warum sollten wir unsere Ellbogen abbiegen, wir können uns doch gegenseitig die Speisen reichen."

Ihr beugt eure Ellbogen und das ist der Hauptgrund für die Probleme in der Welt. Wenn ihr lernt zu geben, zu geben und zu geben, wo liegt dann das Pro­blem? Wenn ihr dafür sorgt, dass andere nicht hungern, wie könnt ihr dann hungrig bleiben? Wenn ihr dafür sorgt, dass andere nicht unbekleidet sind, so werdet auch ihr nicht unbekleidet sein. Wenn ihr jeden glücklich macht – was dann? Wir leben jedoch gewöhnlich für uns selbst, darin liegt das ganze Pro­blem. Wir sollten lernen, für andere zu leben, dann wird Glück in der Welt herrschen und der Himmel wird auf die Erde kommen. Das alles bewirkt die Liebe. Die ganze Schwierigkeit liegt darin, dass wir verhärtet sind und alles für uns selbst möchten. Wir sind Menschen – nur Tiere leben für sich selbst. Sie kämpfen, um Herrscher über den anderen zu sein. Wir aber müssen lernen, für andere zu leben. Die Welt ist voll mit jenen, die nur Liebe für sich selbst haben.

Nur der ist ein Mensch, der für andere lebt, nicht nur für sich selbst. Erst dann hat er das Recht, Mensch ge­nannt zu werden. Nur wer vor Liebe überfließt, ist ein Mensch.

Er wird keine Verhaftungen mehr haben. Alle Streitigkeiten, alle Konflikte, alle Schwierigkeiten verschwinden, wenn ihr für andere lebt. Dies ist die wichtigste Lehre, die uns die Meister geben. Guru Nanak sagte: "Friede sei auf der ganzen Welt, nach Deinem Willen oh Herr!" "Hört alle, ich sage euch die Wahrheit: Wer immer Gott liebt, der wird Ihm begegnen!" Dies sind große Worte. Gott ist Liebe, und Liebe ist Gott, und der Weg zurück zu Gott ist nur durch die Liebe möglich. Diese ist euch bereits eingeboren. Ihr könnt sie nicht in Geschäften kaufen oder auf den Feldern wachsen lassen; sie ist bereits in euch. Sie kann wachsen und stärker werden, wenn ihr mit jemandem in Kontakt kommt, der vor Liebe und Gottberauschung überfließt. Das ist es, was ihr in der Gemeinschaft von Heiligen erlangen könnt, und zwar durch Ausstrahlung. Wenn jemand mit reinen Gedanken zu euch spricht, dann geht das, was ihr hört, in euer Herz. Er spricht direkt zu eurer Seele. Das ist der Grund, warum wir die Gemeinschaft mit Heiligen wünschen und darum beten: "Oh Gott, lass uns die Gemeinschaft mit jenen finden, die Dich lieben." Jede Nacht sollten wir beten: "Oh Gott, lass uns in Kontakt kommen mit jenen, die vor Liebe zu Gott überfließen." Ihr müsst nicht nach äußeren Zeremo­nien und Riten suchen, denn der tiefere Sinn, verschiedene äußere Riten und Zeremonien auszuführen, ist nur der, Liebe für Gott zu entwickeln. Wieder möchte ich sagen, dass sie nicht für Geld gekauft, noch auf Feldern gezogen wer­den kann. Sie wird von Einem gewährt, der vor Liebe überströmt. Deshalb wird betont: "Die Gemeinschaft mit Heiligen, und sei es nur für eine Stunde, wird euch Ergebnisse bringen, die ihr alleine nicht in Jahren erzielen könntet."

Liebe ist alles, seht ihr! Entwickelt Liebe, denn sie ist bereits in uns. Legt ein Gramm Liebe in eure häuslichen Angelegenheiten, dann wird Friede sein. Legt nur ein Gramm in all eure Beziehungen, äußerlich und innerlich, so werdet ihr Frieden empfinden. Setzt Liebe ein zwischen den Religionen und Ländern, dann wird Friede herrschen.

Wir sollten also lernen, für andere zu leben. Das ist die Rettung. Es ist das Er­gebnis der Liebe, denn wenn ihr liebt, dann werdet ihr lernen zu geben. Liebe kennt Dienen und Opfern. Lebt für andere, das ist alles. Dazu ist es nicht notwen­dig Schlussfolgerungen zu ziehen, dies sind feststehende Tatsachen. All eure äu­ßeren Angelegenheiten werden verschönt und zu einer Quelle der Freude und des Friedens werden. Das ist die grundsätzliche Lehre aller Meister, die in der Vergangenheit kamen.

Durch Ausstrahlung werden unsere Seelen dazu gebracht, eins mit der Über­seele zu werden. Liebe ist daher alles. Die Gemeinschaft der Heiligen in süßer Erinnerung zu behalten und die Verbindung mit der sich zum Ausdruck bringen­den Gotteskraft aufrechtzuerhalten, sind die wichtigsten Dinge.

Wenn ihr Liebe für jemanden entwickelt, dann werdet ihr auch die lieben, die Ihm nahe sind. Angenommen, ich liebe euch und eure Kinder würden zu mir kommen, glaubt ihr nicht, ich würde sie genauso lieben? Selbstverständlich! Wie kann es sein, dass wir sagen, wir lieben den Vater, nicht aber Seine Kinder? Aus diesem Grund sagte Christus: "Jene, die behaupten Gott zu lieben, andere Men­schen jedoch nicht lieben, sind Lügner." Wo Liebe ist, dort ist Friede, Glück und Freude. Aus Mangel an Liebe entstehen all diese Probleme, egal ob auf weltliche oder andere Art. Leider sagen manche Leute: "Wir lieben den Meister", aber un­tereinander lieben sie sich nicht, sogar jene, die zu den Füßen des Meisters sit­zen. Kann es sein, dass sie die Wahrheit sagen? Sie sagen: "Liebt Gott", und kämpfen mit sich selbst. Wo bleibt da die Lehre?

Das Wichtigste ist, mit der sich zum Ausdruck bringen­den Gotteskraft, die bereits in euch ist, in Verbindung zu kommen.

Glücklicherweise habt ihr den Kontakt mit Naam erhalten. Praktiziert es, und ihr werdet euch ändern. Spiritualität ist nicht schwierig, jedoch ein Mensch zu werden, ist schwierig, würde ich sagen. Gott ist bestrebt, einen Menschen zu finden. Ein Mann, der auf einem Hügel steht, sieht wo Feuer brennt.

Kabir sagt: "Ich wurde im Inneren so rein, so dass Gott hinter mir her ist und ruft: Kabir, Kabir!" Gott ist also auf der Suche nach euch – Er ist in euch. Wir aber schenken Ihm keine Aufmerksamkeit. Würdet ihr eure Aufmerksamkeit Ihm zuwenden, würdet ihr sehr stark angezogen werden. Das ist eine Stufe um auf­wärts zu steigen. Wie gesegnet seid ihr, dass euch bereits am allerersten Tag ein Kontakt gegeben wurde, um für einige Zeit über das Körperbewusstsein zu ge­hen. Wenn ihr euch jeden Tag willentlich über das Körperbewusstsein erhebt, so ist das das Abc mit dem ihr beginnen könnt – nicht der Endpunkt.

So seht ihr also, dass die Liebe ein großer Segen ist. Wie ich bereits ausgeführt habe, ist mit Liebe nicht jene Liebe gemeint, die im physischen Körper beginnt und in ihm endet, sondern es ist jene Liebe gemeint, die im Körper beginnt und in der Seele aufgeht. Dann vergesst ihr alles. Wenn ihr Liebe für jemanden habt, dann mag es vorkommen, dass ihr unter tausend Menschen sitzt, und dennoch ist eure ganze Aufmerksamkeit bei dem Einen, für den ihr Liebe habt. Ihr sitzt unter so vielen, und trotzdem sitzt ihr nicht wirklich unter ihnen. Auf diese Weise leben jene, die Gott lieben, in dieser Welt.

Warum sollten wir den Meister lieben? Einmal sagte Meister zu uns: "Meister hat bereits Liebe für Gott, Er benötigt eure Liebe nicht. Wir lieben Ihn nur des­halb, damit all unsere äußeren Verhaftungen zerbrochen werden und zu einem Punkt kommen." Er gab uns für gewöhnlich das Beispiel von einem Rohr mit vielen Löchern darin. Wenn das Wasser durch jedes Loch im Rohr fließt, so wird es tropfenweise herausrinnen. Wenn ihr alle Öffnungen bis auf eine verschließt, dann wird das Wasser herausschießen. Meister zu lieben, Gott in Ihm zu lieben, bedeutet, all eure Aufmerksamkeit auf Ihn zu richten. Das gibt euch einen Auf­trieb. Meister zu lieben, heißt Vairagya – Verzicht oder Entsagung.

Wahre Entsagung heißt, Gott mit seiner ganzen Auf­merksamkeit zu lieben. Dann seid ihr in der Welt und dennoch außerhalb von ihr. Das Boot ist im Wasser und nicht das Wasser im Boot. Liebe ist also ein gro­ßer Segen.

So sollten wir also den Meister lieben – den Gott in Ihm. Meister pflegte zu sagen: "Nein, Meister hat eure Liebe ganz und gar nicht nötig." Es ist für unseren eigenen Zweck, denn wir werden durch den Kontakt mit Ihm mit überströmender Liebe erfüllt. Wenn ihr neben einer Quelle sitzt, dann werdet ihr nicht nass werden. Wenn ihr aber unter der Quelle sitzt, dann werdet ihr völlig durchnässt wer­den. So ist die Liebe ein großer Segen. Weshalb beten wir um die Gemeinschaft der Heiligen? Damit wir durch ihre Ausstrahlung einen Auftrieb erhalten, um da­mit beginnen zu können. Wenn Er euch den Weg zeigt, um mit der Gotteskraft, die alle Liebe ist, in Kontakt zu kommen, was dann? Das ist der größte Segen, den ihr erhalten könnt. Wenn ihr Liebe habt, dann könnt ihr keine böse Absicht gegen irgend jemanden haben. Ein Kind, das voll Schmutz ist, wird von der Mut­ter liebevoll gewaschen und an die Brust gedrückt. Sie bringt das Kind nicht um. Hasst die Sünde, aber liebt den Sünder. Liebe ist in euch allen; wir sind alle Brü­der und Schwestern in Gott.

Es ist ein großes Glück, Liebe zu haben. So jemand lebt für andere. Er denkt immerzu an das Wohl der an­deren. Wenn nötig, wird er alles um der anderen wil­len opfern. Er ist bereit, selbst sein eigenes Leben zu geben.

Ihr wisst, Meister gewährt euch den Kontakt mit der Gotteskraft, die bereits in euch ist. Er ist "das Wort, das Fleisch geworden ist". Er gibt Sein ganzes Leben für die Menschen. Nehmt das Beispiel von Zündhölzern. Ihr könnt Dutzende von Zündhölzern unter einen Ofen halten, aber das Wasser werden sie nicht wärmen können. Wenn ihr aber nur eines (im Ofen) anzündet – wird er brennen, und dann wird das Wasser heiß werden. Versteht ihr was ich sagen möchte? Wenn ein Mensch bereits entzündet ist und ihr kommt mit ihm in Kontakt, dann werdet ihr Feuer fangen, seht ihr! Das Feuer ist bereits in euch und es wird hervorkom­men. Das ist es, warum wir einen Heiligen brauchen. Er ist sich die ganze Zeit über der Gotteskraft in ihm bewusst. Immer unterscheidet er zwischen sich und jener Kraft. Er sagt: "Ich bin der Menschensohn und Gott ist in mir." Auch Chri­stus sagte in seinem Leben, dass er der Menschensohn ist und der Vater in ihm lebt. Er spricht zu euch: "Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen." Das ist also die Wahrheit, die von allen Heiligen gegeben wurde, die in der Ver­gangenheit kamen. Dies ist ein Überblick in wenigen Worten.

Liebe erfährt letzten Endes die Einswerdung. Alle Dualität verschwindet. Nicht zwei bleiben, nur Einer. Zwei in Einem, seht ihr?

Ein Gurmukh zu sein bedeutet, zum Sprachrohr des Gurus geworden zu sein. "Vater und Sohn nehmen dieselbe Form an", wie Guru Arjan sagte. Der hl. Pau­lus sagte ebenfalls: "Ich bin es, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir." Manches Mal, wenn ihr Schwingung erhaltet, dann wisst ihr nicht, ob ihr es seid, der spricht, oder euer Meister – ihr könnt nicht unterscheiden. Das ist das letzte Ziel der Seele. Natürlich kann das nicht an einem Tag entwickelt werden. Es kommt, wenn wir Ihm regelmäßig Zeit widmen, in beständiger Erinnerung an Ihn leben und mit dieser Gotteskraft in uns in Verbindung kommen. Ihr müsst nichts im Äußeren kaufen, es ist bereits in euch. Groß ist der Mensch. All diese Dinge werden in Schriften und Büchern weitergegeben. Die Quelle dessen, was in den Schriften niedergelegt ist, werdet ihr selbst in euch sprechen. Ihr werdet Bücher in Bächen sehen und Reden in Steinen erfahren, wenn euch der Mei­ster eine Ersthanderfahrung gibt.

So entwickelt Liebe, ich bitte euch. Der ist der größte Mensch, der Liebe für Gott hat. Der, in dem diese Kraft bereits offenbart ist, strahlt sie auf alle aus. Diese Kraft ist die kontrollierende Kraft in allen.

So jemand liebt die gesamte Schöpfung, selbst Schlangen und Vögel. Neulich erwähnte ich, dass einmal eine Kobra kam und sich vor mir aufrichtete, als ich schon zu sprechen begonnen hatte. "Da ist eine Kobra, lasst euch nicht stören", sagte ich beruhigend. Der Satsang dauerte eine Stunde oder länger, und die ganze Zeit über schaute mich die Schlange an. Als ich geendet hatte, kroch sie davon. Die Leute riefen: "Wir sollten sie umbringen!" "Warum?" fragte ich sie. Es ist nur die Liebe, die alles verschönt. Es passiert sogar manchmal, dass Kinder eine Schlange nehmen und sie in den Mund stecken, und die Schlange beißt nicht. Wenn ihr sie seht und denkt: "Oh tötet sie!" wird allein dieser Gedanke sie beeinträchtigen. Die Schlange setzt sich zur Wehr, sie will aber kein Leid zufü­gen.

Liebe ist also ein großer Segen. Wir haben Liebe für uns selbst entwickelt. Nun helft euch gegenseitig. Nur wenn ihr für andere lebt, könnt ihr in der Terminolo­gie der Heiligen wirklich Mensch genannt werden. Lernt diese Lektion. Alles wird verschönt werden, denn die Liebe verschönt alles. Liebe kennt Dienen und Opfern. Gott segne euch.